Ermittlung der erweiterten Messunsicherheit
 

 

 

 

Welche Unsicherheit soll es denn sein?

Die Messunsicherheit ist der Messung zuzuordnen und beschreibt, „wie genau“ ein Messergebnis ermittelt wurde, oder: innerhalb welcher „Unsicherheitsgrenzen“ es liegen könnte. Die Angabe wird weder dem Prüfling noch der Messanordnung als Eigenschaft zugeordnet.

Normalverteilung, Überdeckung

Die kleinste angebbare Messunsicherheit

Dieser Kennwert gibt an, welche Unsicherheiten ein Labor mit dem üblicherweise angewendeten Verfahren bei Bearbeitung eines bestmöglichen, aber marktüblichen Prüflings erreichen kann. Sofern diese Angabe in einer Akkreditierungsurkunde bestätigt wurde, dürfen keine kleineren Messunsicherheiten im Rahmen der Akkreditierung angegeben werden. Die kleinste angebbare Messunsicherheit ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit eines Labors.

Die reale Messunsicherheit  einer Messung

In der Praxis sind die kleinsten angebbaren Messunsicherheiten nicht immer erreichbar, da reale Prüflinge nicht immer so perfekt sind wie angenommen. Auch können veränderte Rahmenbedingungen eine Messung positiv oder negativ beeinflussen. So ist die Messunsicherheit individuell für jede Messung neu zu bestimmen oder anzupassen.

Konformitätsaussagen

Ohne Berücksichtigung der erweiterten Messunsicherheit kann es keine belegbare Konformitätsaussage geben. Insbesondere wenn Eigenschaften zwischen Kunden und Lieferanten strittig sind, sind Feststellungen auf der Basis metrologischer Fakten zu treffen. Hierzu gibt es feste Regelungen, die in verschiedenen Normen und Richtlinien vorgegeben sind.

Die Ermittlung der erweiterten Messunsicherheit ist eine unserer Kernkompetenzen. Im Laufe der Jahre haben wir für Messgrößen aus fast allen klassischen Messbereichen Unsicherheiten entsprechender Messaufgaben berechnet.
 

Unsere Dienstleistungen

 

Vorbereitende Beratung

Vor der Berechnung klären wir die Zielsetzungen ab; sei es eine einfache Evaluierung der Messaufgabe oder beispielsweise ein belegbare Nachweisführung für Akkreditierungen oder Lieferantenaudits.

Informationen zusammenstellen

Ohne konkrete Informationen kann die Messunsicherheit nicht bestimmt werden. Hierzu benötigen wir Unterlagen zum Messverfahren, zu eingesetzten Messmitteln und ihre Rückführungen, Beispielmessungen, Umgebungsbedingungen und weitere Details. Gegebenenfalls evaluieren wir die Messaufgabe vor Ort und belegen Annahmen durch eigene Beispielmessungen.
 

Analyse der Aufgabenstellung

Aus der Analyse der Aufgabenstellung heraus ist zu erkennen, ob sich vielleicht unzureichende Definitionen als Unsicherheitseinflüsse bemerkbar machen könnten.
 

Messprozesse und –verfahren bewerten und modellieren

Das Messverfahren muss interpretationsfrei beschrieben sein. Dies bildet die Basis der mathematischen Modellierung der Messung.
 

Messunsicherheitsanalyse

In diesem Schritt werden alle relevanten Einflüsse detailliert bewertet und mit numerischen Größen belegt. Diese Erkenntnissen helfen später auch bei der Optimierung von Messverfahren.

Informationen zum Download

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Drei Wege zur Messunsicherheit

Beratung Online

Eine Anfrage zur Beratung kann auch einfach per eMail erfolgen. In der Regel kombinieren sich dann eMail und telefonische Beratung bei der Diskussion von Messunsicherheitsbilanzen.

Bilanzerstellung auf der Basis ihrer Daten

Sofern es möglich ist, alle relevanten Daten per eMail zur Verfügung zu stellen, kann die Erstellung einer Messunsicherheitsbilanz auch "aus der Ferne" erfolgen. Gegebenenfalls  bereiten wir die Bilanzen nur vor und sie befüllen die vorbereiteten Modelle mit ihren Daten. Die Vorbereitung erfolgt in der Regel auf der Basis von Microsoft Excel-Sheets.

Bilanzermittlung vor Ort

Falls es sinnvoll erscheint, können  Online-Beratungen mit Ortsterminen verknüpft werden. Ansonsten wird nach dem oben beschriebenen Verfahren vorgegangen. Eine Kombination mit individuellen Seminaren ist ebenfalls denkbar und sinnvoll.

Frequenzzähler

Berechnungsmethoden

Wir bestimmen die kleinste angebbare Messunsicherheit nach den international anerkannten Vorgaben des „Guide to the expression of uncertainty in measurement (GUM)“ und mitgeltender Vorgaben.

Eigene Ergänzungen zu systematischen Eingangsgrößen passen das Verfahren an praktische Notwendigkeiten an. Diese Methodik ist bei Akkreditierungen weltweit akzeptiert.

Sollte es notwendig sein, weichen wir von dem klassischen GUM Framework auf die Monte Carlo Simulation aus. Auch dieses Verfahren wurde vom JCGM vorgestellt. Es ist nicht nur eine Alternative, sondern die bevorzugte Methode der Berechnung.

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